Diagnose: Schizophrenie, Psychopathie Psycho-Akte von Klaus Kinski entdeckt
Klaus Kinski gilt bis heute als einer der herausragensten Schauspieler überhaupt. Schon mit 65 Jahren einem Herzinfarkt erlegen, überzeugte er besonders in Rollen, in denen er Depressive, Verrückte oder Verzweifelte darstellte.
Ein Krankenhaus hat nun seine im September 1950 angelegte Akte an die Öffentlichkeit gebracht, die unter seinem Geburtsnamen "Klaus Nakschinski" geführt wurde.
Aus dieser Krankenakte geht hervor, dass zunächst Schizophrenie und später Psychopathie diagnostiziert wurde.
Kinski, zu diesem Zeitpunkt fast noch ein Jugendlicher, hatte sich in eine Ärztin verliebt, die 24 Jahre älter war als er. Allerdings hegte sie wohl nur mütterliche Gefühle für den jungen Kinski, obwohl sie ihn finanziell sehr unterstützte. In der Akte wurde damals festgehalten: „Sie habe ihm bereits seit Längerem Besuche bei ihr verboten, jedoch habe er sich nicht darum gekehrt, sondern auf ihrem Balkon geschlafen oder in ihrer Wohnung ohne ihr Wissen sich versteckt gehalten.“
Er überlebte die Einnahme von drei Ampullen Morphium und ein späteres Mal die Einnahme von zehn Schlaftabletten. Einige Zeit danach demolierte er im Haus dieser Ärztin das Küchenmobiliar und beschimpfte sie. Von der Polizei in Gewahrsam gebracht wurde er von den ihn behandelnden Ärzten als gemeingefährlich eingestuft. Ein weiterer Mediziner wollte gar Anzeichen schwerer Geisteskrankheit festgestellt haben.
Aus den dokumentierten Gesprächen mit dem Patienten Kinski geht hervor, dass er uneinsichtig und ichbezogen war. Weiterhin halte er fest an einem "egozentrischen Weltbild" und ist der Ansicht, dass alle anderen Menschen befangen wären. Zudem könne er sich keineswegs an bürgerliche Lebensverhältnisse anpassen.
Kinski war zu keinem Zeitpunkt davon überzeugt, dass er krank wäre und daher völlig zu Unrecht in eine Klinik eingewiesen worden zu sein. Auf seinen Wunsch hin wurde er deshalb bereits nach drei Tagen Aufentlhalt entlassen.
(Quelle)