Ziehvater von “Knut” Thomas Dörflein ist tot
Völlig unerwartet ist gestern der erst 44 Jahre alte Thomas Dörflein verstorben. Er wurde in der Wohnung einer Bekannten in Berlin-Wilmersdorf aufgefunden. Die Todesursache kann nur durch eine Obduktion festgestellt werden, da weder ein Selbstmord noch ein Gewaltverbrechen als Grund dafür in Frage kommen. Auch die kaum öffentlich bekannte Krebserkrankung von Thomas Dörflein wird als Todesursache ausgeschlossen.
Die Mitarbeiter des Berliner Zoos erfuhren erst am Abend vom Tod Thomas Dörfleins. Hier zeigte man sich sehr betroffen.
Thomas Dörflein wurde erst bekannt, als der Eisbär Knut geboren wurde und er seine Pflege übernahm. Dass Knut überlebte, ist seinem Pfleger zu verdanken, denn der hatte ihn aus dem nicht beheizten Gehege geholt und in einen Brutkasten gelegt. Allein 150 Nächte soll Thomas Dörflein bei seinem Schützling verbracht haben.
Thomas Dörflein selbst war ein verschlossener und besonnener Mensch. Er hat nie versucht, das Medienspektakel um Knut zu seinem Vorteil auszunutzen. So bekamen selbst Günther Jauch und Johannes B. Kerner Absagen für die Einladungen in deren Sendungen. Er hatte sich dazu einmal so geäußert, dass vor einer Fernsehkamera “rumzuhampeln” nicht so seine Sache wäre.
Welche Erinnerungen er aufbewahren wolle, hatte er im vergangenen Jahr so beantwortet: „Die schönsten Fotos natürlich. An den Aufnahmen von uns kann ich mich dann später mal hochziehen, wenn ich alt bin: Mann, was für ein stattlicher Typ.“
(Quelle)